24 Februar 2015

"Impfungen? Das sind Chemtrails durch die Nadel."

Ich weiß nicht, ob sich die Impfgegner aus dem Prenzlauer Berg auch auf die Chemtrails berufen. Wäre naheliegend. Was ich weiß ist, dass die Halbgebildeten immer mehr Schäden anrichten. Sie reden die realen Gefahren herunter und bauen dafür Popanze auf, die niemand ernst nimmt außer ihnen.

Das muss am Sozialismus liegen. Immerhin behaupteten dessen Protagonisten früher mal, dieser sei "wissenschaftlich". Was natürlich Mumpitz war, aber immerhin bekannten die Sozialisten sich noch zur Wissenschaft. Das ist vorbei. Heute glänzen sie auf ihren Wikipediabiographien mit abgebrochenen Studiengängen (manche von ihnen gar mit mehreren). Das sind die, die früher in den Unterrichtspausen mit 5en in Mathe und Physik prahlten und nach dem Unterricht die 1er und 2er fragten, ob sie morgen die Hausaufgaben abschreiben können.

Solche sitzen heute im Bundestag und heben die Hand, wenn ESM-Gesetze beschlossen werden. Oder Fenster in Teeküchen, Umweltzonen und so weiter. "Denen (gemeint sind die, von denen sie in Mathe abgeschrieben haben) zeigen wir es jetzt mal."

Es gibt aber auch bürgerliche Formen des Sich-verdummen-lassens. Antisemitismus gehört dazu. Und ich habe den Verdacht: auch die Weigerung zu impfen.

Dass Impfungen gefährlich seien und nur der Pharmaindustrie nutzen, gilt in Berlin unter vielen Eltern aus ausgemacht. Impfungen als Chemtrails in vivo sozusagen.

In Berlin ist jetzt ein ungeimpftes Kind gestorben. 600 Berliner haben bereits Masern. Gesundheitssenator Czaja redet jetzt von einer Impfpflicht. Grüne und Linkspartei sind dagegen. Die meisten von denen haben keine Kinder.

21 Februar 2015

Berlin, Potsdamer Straße ("Potse")

Über Nacht ist die "Potse" erwacht. Gallerien, Baustellen, Restaurants und Bars. Ganz neues Gefühl, wenn man zum Cafe Einstein läuft. Ich freue mich :-)





20 Februar 2015

Is evolution "over"?

Evolution entsteht durch Mutationen und Auslese. Mutationen finden dauernd statt, aber eine neue “Auslese” erfolgt erst, wenn sich die Umwelt bedeutend verändert. 
Z. B. brauchen wir in unserer Welt der allgegenwärtigen Flachbildschirme künftig kein räumliches Sehen mehr und deshalb keine überlappenden Sehfelder unserer Augen.
Daraus folgt, dass unsere Augen vom Gesicht wieder mehr in Richtung Ohren wandern könnten, um das Sichtfeld zu vergrößern..
Unser Kultur der Technologie dämpft die harte Auslese durch Umweltbedingungen, weil wir ja auf fast jede Herausforderung eine mildernde Antwort haben: Kälte, Hitze, Dunkelheit, grelles Licht.
Der nächste Mutationsschub steht an, wenn unser Magnetfeld seine Pole wechselt. Dann kömmt eine Phase ohne schützendes Magnetfeld vor der kosmischen Strahlung.

15 Februar 2015

Andreas Rebers, "Islamisten Polka"

"Mir ist neulich in einer dieser kulturellen Diskussionsrunden aufgefallen, dass Muslime Weihnachtsgeld beziehen und sich in ihren religiösen Gefühlen dadurch nicht beleidigt fühlen.
..
Es geht auch nicht um Haschemiten, Alleviten, Sunniten. Das Problem sind Dynamiten."
Andreas Rebers

12 Februar 2015

Der Stand der Dinge

Als ich vor zehn Jahren für eine Patentagentur tätig war, war das eine Rückkehr zur Forschung und Wissenschaft. Ich allerdings war gerade mit der New Economy abgestürzt und hatte frühere Drähte zu dieser Welt gekappt gehabt. Mich interessierten Technologie und Kapitalismus. Weltraum und Hirnforschung eher nicht.

Zehn Jahre später bin ich wieder auf der Spur. Angefangen damit, Lektüre des alten Hoimar von Ditfurth nachzuholen. Dann Anschluss an den heutigen Stand der Erkenntnisse suchend bei Jürgen Wiebicke und Gert Scobel gelandet. Bücher runtergeladen und sogar gelesen. Und festgestellt: Das ditfurth'sche Weltbild steht noch immer.

Mich interessiert besonders der Übergang von sog. toter Materie zum Leben, wenn es diesen Übergang überhaupt als scharfe Grenze gibt. Ferner der Schritt von der Organik zum Bewusstsein ("Wer denkt Ich?"). Und schließlich die Philosphie: Bleiben wir im Kampf zwischen Sozialismen (nationalem und internationalem) und Kapitalismen stecken oder gibt es neue Erkenntnisse?

Ich fasse mal so zusammen, wohl wissend wie sehr ich dabei verkürze:

  • Lange vor der Evolution von dem was wir Leben nennen gab und gibt es eine Evolution des Kosmos und unseres Planeten. Die Zutaten der Aminosäuren mussten erst einmal erbrütet und erneut zu Planeten verdichtet werden. Unter den Randbedingungen der Physik entstanden Regeln und Effekte der Chemie. Aus Molekülen wurden Katalysatoren, Reaktionen und schließlich Enzyme, der Stoffwechsel.
  • Neben Energie und Stoff ist Information ein Baustein des Lebens. Vielleicht sind auch alle drei nur unterschiedliche Erscheinungsformen des gleichen.
  • Die stoffliche Welt neigt zur Organisation. Wir kennen Muster und Anordnungen, also Organisation, bereits aus der "toten" Materie, sie sind kein Alleinstellungsmerkmal des Lebens. 
  • Ein Enzym für die Energieversorung, ein anderes Enzym für die Interpretation von Reproduktionsinformation. Darum herum eine halbdurchlässige Membran, die bestimmte Stoffe rein und raus lässt. Fertig ist die Zelle.
  • Es gibt keinen zentralen Punkt im Gehirn, an dem man ein "Ich" fest machen kann. Unsere Sinnesverarbeitung läuft parallel ab. Manche Forscher sprechen von der Kohärenz dieser Prozesse, die uns den Eindruck eines Ich vermitteln. Eine nihilistische Sicht sieht in uns Zombies.
  • Sozialismus ist die immer noch neueste Evolutionsstufe der Formen von Zwangsherrschaft. Sonne, Sonnengötter, Vertreter der Sonne oder Gottes auf Erden, Könige und Kaiser wurden abgelöst von der Tyrannei einer behaupteten ultima ratio, die sich als Kind der Aufklärung ausgibt. Ihr einziger Gegenspieler bleibt das freie Individuum, das von seiner Beschränktheit weiß und insbesondere der, nie in den Besitz einer ultimativen Wahrheit zu kommen. Es gibt keine Kollektivmoral, es gibt nur die Moral des Individuums das sich in Freiheit zu seiner Verantwortung bekennt und so handelt.
  • Die Finanzkrise ist kein Kind des Liberalismus, sondern eines Kapitalismus, der die Sozialismen mit Streichhölzern versorgte und auf der Flucht aus dem brennenden Haus keine Verwandten mehr kannte (wenn überhaupt je..).


01 Februar 2015

"Das sind nicht unsere Schulden", sagte Lenin

Die Rhetorik der neuen griechischen Regierung deutete bis zum Wochenende auf einen kommenden einseitigen Schuldenschnitt hin: "Das sind nicht unsere Schulden." meinte Tsirpas und verwies auf die für das Desaster verantwortlichen griechischen Regierungen vor ihm.

Dass all diese Regierungen vom Volk gewählt worden waren und somit in dessen Namen handelten scheint für Syriza und Konsorten keine Rolle zu spielen. Dass die gleichen Griechen, die die Troika aus dem Land gejagt sehen wollten, nun erstmal ihre Ersparnisse abhebt, interessiert auch niemanden in Athen. Entwicklung ist halt Kampf der Gegensätze sagen sich die nationalen und internationalen Sozialisten.

Und ihr Vorbild scheint Genosse Lenin zu sein, der nach der siegreichen Oktoberrevolution erst einmal erklärte, dass die Altschulden die Angelegenheit des Zaren seien. Zahllose Anleger, vor allem in Frankreich, gingen daraufhin Pleite. Erst 1997, in der Russlandkrise, ging die damalige russische Regierung hin und kündigte an, die Altschulden begleichen zu wollen. Sie war nämlich Pleite und wollte am Markt neue Anleihen aufnehmen.

Diese Abhängigkeit vom Markt und dem Vertrauen der Anleger müsste man auch einem Tsirpas klar machen können. Sonst kommt Ende Februar der Zusammenbruch, denn da werden auslaufende Kredite bzw. Anleihen fällig.

Die Geschichte wiederholt sich, könnte man meinen: SPIEGEL 1/1997 (Link)